Glückskatze
Tiere

Der Mythos der Glückskatze

Katzen bringen Glück; das würde wohl jeder Katzenhalter bestätigen. Insbesondere die dreifarbige Katze gilt als Glückskatze. Aus diesem Grund sind diese Katzen auf Bauernhöfen geschätzte Mauserinnen. Was steckt hinter diesem Mythos?

Die Katze im alten Ägypten

Im alten Ägypten wurden Katzen gezähmt und im Kampfe gegen Ratten, Mäuse und Schlangen eingesetzt. Sie galten als heilig. Wer eine Katze verletzte oder tötete, wurde zum Tode verurteilt. Die Ägypter stellten einige ihrer Götter in Form von Katzen dar, das berühmteste Beispiel ist Bastet, die Göttin der Fruchtbarkeit und Liebe. Verstorbene Katzen wurden in die Residenz– und Tempelstadt Bubastis, im Nildelta, gebracht, einbalsamiert und im Mausoleum beigesetzt. Bei Grabungen entdeckten Archäologen unzählige Katzenmumien.

Auch in anderen Kulturen war die Katze begehrt. Auch heute noch. «Maneki Neko» bezeichnet einen japanischen Glücksbringer aus Porzellan oder Keramik, in Form einer winkenden Katze. Die Winkekatze ist in Japan in allen Farben anzutreffen, am häufigsten als weisse Figur mit schwarzen und roten Flecken.

Glückskatzen sind meist weiblich

Solch gefärbte Katzen finden sich gelegentlich auch auf hiesigen Bauernhöfen. Die Dreifärber, Tricolor oder auch Schildpatt genannt, gelten im Volksmund als Glückskatzen. Sie sind meist weiblich. Dreifarbiger Kater sind unfruchtbar.

Im Mittelalter haftete der Katze den Ruf des Bösen an und wurde mit dem Hexenkult in Verbindung gebracht. So munkelten die Leute damals, sie habe neun Leben und diene nacheinander acht Herren, den letzten nehme sie mit in die Hölle.

Katzen wurden gejagt und getötet

Mit der Hexenverfolgung wurden auch Katzen gejagt und getötet. Den Verfolgern gelang es beinahe den Vierbeiner auszurotten. Ratten beanspruchten immer mehr Lebensraum für sich, mit der Pest im Gefolge. Man glaubte, man könne die Pest dadurch bekämpfen, indem die Katzen den Ratten geopfert werden. Doch die Katzen frassen die Nager. Diese verschwanden alsbald und mieden Orte, an denen tüchtige Katzen am Werk waren. Im 18. Jahrhundert wurde der Ruf der Katze rehabilitiert. Seither jagt sie auf Bauernhöfen Mäuse. Die Farbe hat keinen Einfluss, wie fleissig die Katze ist. Ein gutes Pferd hat keine Farbe besagt ein Sprichwort. Dies kann durchaus auch für Katzen gelten.

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Bild von Bastet von Gabriele M. Reinhardt auf Pixabay

Bild der Winkekatze von Carla Burke auf Pixabay

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