Agrotourismus in Oberstaufen
Freizeit und Reisen,  Landwirtschaft

Gästen moderne Landwirtschaft nahe bringen

Der Schädlerhof im Weiler Buflings in Oberstaufen hat eine lange Tradition, er ist seit 1899 in Besitz der Familie Schädler. Der damalige Aussiedlerhof mit 18 Milchkühen, ist heute ein Ferienbauernhof mit Fünf-Sterne-Wohnungen und Wohlfühlprogramm.

Oberstaufen gehört zu den Top-Tourismus-Destinationen in Bayern. Der Ort liegt im Dreiländereck Deutschland, Österreich und der Schweiz im Landkreis Oberallgäu. Hier machen viele Touristen Ferien. Familie Schädler vom Schädlerhof in Buflings, nahe dem Oberstaufer Ortskern, vermietet auf ihrem Hof sechs Vier- und Fünf-Sterne-Ferienwohnungen wochenweise an Urlauber, die vorwiegend aus ganz Deutschland anreisen. «Wir haben Glück. Unser Betrieb liegt an einer bevorzugten Lage direkt vor Oberstaufen. Besser hätte man es nicht treffen können», sagt Stefan Schädler, Betriebsleiter des Schädlerhofs. Die Ferienwohnungen sind praktisch rund um das Jahr ausgebucht. Nur zwischen Allerheiligen und Weihnachten hat die Familie Zeit, selbst zur Ruhe zu kommen.

Grundstein für den Agrotourismus

Der Betrieb hat eine Vergangenheit: 1899 wurde der Schädlerhof als Aussiedlerhof 100 Meter vom ursprünglichen Standort neu gebaut. Zu dieser Zeit entstanden Aussiedlerhöfe aufgrund von Platzmangel in den Dörfern. 18 Milchkühe, Schweine und Pferde wurden auf dem Schädlerhof gehalten. Der Betrieb wurde von einer Generation zur nächsten übergeben. 1980 entschieden sich Martin und Roswitha Schädler einen Anbindestall für 30 Kühe zu bauen. Drei Jahre später richteten sie die erste Ferienwohnung im Haus ein. So haben Stefans Eltern den Grundstein für den Agrotourismus gelegt.

Nachwuchs in den Startlöchern

Heute bewirtschaften und managen Stefan Schädler und seine Frau Brigitte den Hof mit 81 Hektaren Grünland, 73 Milchkühen und sechs Fünf- und Vier-Sterne-Ferienwohnungen. Die nächste Generation ist bereits in den Startlöchern. Bastian ist 18 und Lea 16 Jahre alt. Das Mädchen besucht zurzeit das Gymnasium und Bastian macht eine Fremdlehre als Zerspanungsmechaniker. Danach will er die landwirtschaftliche Ausbildung machen und den Betrieb übernehmen.

«Wir haben Glück. Unser Hof liegt an einer bevorzugten Lage.»

Stefan Schädler
Ein moderner Stall mit Melkroboter und Sprinkleranlage.

Für Gross und Klein gibt es auf diesem Bauernhof viel zu Entdecken. Hier erleben sie die Landwirtschaft hautnah. Die Urlauber können sich auch bei Brigitte eine Auszeit gönnen. Sie bietet den Gästen Wohlfühlmassagen und Hot-Stone-Behandlungen an.

«Viele Gäste haben noch immer die Vorstellung, dass die Kühe von Hand gemolken werden.»

Brigitte Schädler

Die Feriengäste dürften fasziniert sein vom Hof und Stall ihrer Gastgeber.Viele Urlauber haben noch nie eine Kuh von Nahem gesehen, sagt Brigitte Schädler. «Wir bieten hier nicht nur Agrotourismus an sondern leisten auch Öffentlichkeitsarbeit für die Landwirtschaft. Uns ist es wichtig, den Feriengästen zu erklären, wie eine moderne Landwirtschaft funktioniert», sagt sie. «Viele Gäste haben noch immer die Vorstellung, dass die Kühe von Hand gemolken werden.»

Die Kälber in einer grossen Box auf einer dicken Strohmatratze.

Die Familie Baur bietet Agrotourismus in Stiefenhofen an. Auch für die Familie Wucher in Weiler-Simmerberg ist der Agrotourismus ein wichtiger Betriebszweig. Auf dem Alvie-Estate in den schottischen Highlands gibts ein Agrotourismus-Angebot der Superlativen.

Klicken Sie hier für allgemeine Informationen zum Agrotourismus im Allgäu.

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